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Mit der Sitzung des Anderlinger Gemeinderates am 1. Oktober ging in der kleinen Selsinger Gemeinde eine Ära zu Ende. Irene Barth, seit 2009 Ortsbürgermeisterin, stellte ihr Amt aus privaten Gründen in der laufenden Wahlperiode zur Verfügung. Ein Schritt, der eine Nachfolgerwahl notwendig machte. Einstimmig wurde der einzige Kandidat und ehemals erste stellvertretende Bürgermeister, Friedhelm Brunckhorst, gewählt.

Die Vereidigung des Winderswohlders übernahm Ratsmitglied und derweil noch zweiter stellvertretender Bürgermeister, Reinhard Lindenberg. Friedhelm Brunckhorst merkte man seine Aufregung an. „Kann ich dieSitzung jetzt an dich übergeben“, so die Frage an seinen Ratskollegen. „Nein, erst nach derVereidigung“, diefolgerichtige Antwort Lindenbergs. Nach dem geleisteten Eid auf die niedersächsische Verfassung stellte sich dann aber bei Friedhelm Brunckhorst schnell wieder die Professionalität ein. Durch sein Aufrücken musste ein neuer erster Stellvertreter in Amt und Würden gebracht und nach der einstimmigen Wahl und Vereidigung von Reinhard Lindenberg in dieses Amt folgerichtig auch ein zweiter stellvertretender Bürgermeister gewählt werden. In dieses Amt wurde Mark Oberst-Wohltmann einstimmig gewählt. Mit der Ernennung zum Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters und der Ernennung zum Ehrenbeamtenauf Zeit – bis zumEnde der laufenden Wahlperiode 2021 – endete der„Wahlmarathon“ der ersten Sitzung unter neuer Leitung von Bürgermeister Friedhelm Brunckhorst. Im fachlichen Teil der Gemeinderatssitzung ging es um das Thema „Bauen in der Gemeinde Anderlingen“. So konnte Brunckhorst verkünden, dass in Fehrenbruch die Straße Bredenhorn nun gewidmet worden sei und die Hausnummern verteilt werden. Auch in Grafel („Das kleine Feld“) geht es vorwärts. Die Planungsunterlagen liegen vom 20. Oktober bis zum 15. November öffentlich im Rathaus Selsingen zur Einsicht aus.Die in der Einwohnerfragestunde aufgekommene Frage nach der Ausweisung von weiterem Baugrund in Anderlingen, konnte Brunckhorst nur abschlägig beantworten. „Da gibt es keine neueren Erkenntnisse“, musste er berichten. „Alle infrage kommenden Flächen stehen derzeitig nicht zum Verkauf“, so sein Fazit. Ein Problem, das Samtgemeindebürgermeister Gerhard Kahrs auch für andere Gemeinden der Samtgemeinde Selsingen bestätigen kann. „DieLandwirte brauchen ihr Land eben selbst“, so seine Erklärung.Irene Barth bedauert es sehr,dass es in ihrer Amtszeit nicht möglich war, neuen Baugrund für die Gemeinde Anderlingen zu erschließen. „Das war mir eine Herzensangelegenheit, und es betrübt mich doch, dass es mir nicht gelungen ist“, so die Ex-Ortsbürgermeisterin. Sie geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Es war eine wunderschöne Zeit hier in Anderlingen“, aber jetzt freue sie sich auch auf das neue Leben in Mecklenburg-Vorpommern. Brunckhorst verabschiedete sich mit Blumen von seiner Vorgängerin, die 13 Jahre lang im AnderlingerGemeinderat aktiv war, zehn Jahre davon als Bürgermeisterin. „Ich danke euch allen für euer Vertrauen, und hoffe, dass die kommenden zwei Jahre hier im Gemeinderat auch so harmonisch vonstatten gehen,wie in der Zeit mit Irene“,so seine Hoffnung.

 

Text und Foto: Zevener Zeitung vom 04.10.2019

 

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